Obst- und Blühwiese im Sinne der Allmende

Foto: Sechsfleck-Widderchen (D. Jansen)

Auf einer ehemaligen Auskiesungsfläche südlich von Langwedel entsteht eine artenreiche Blühwiese aus verschiedenen Wildkräutern und -gräsern sowie verschiedenen Obstbäumen.


Profitieren sollen davon in erster Linie unsere heimischen Bestäuber und weitere Insektenarten, deren Lebensräume aufgrund der landschaftlichen Strukturarmut und dem Einsatz von Pestiziden und Herbiziden immer weiter eingeschränkt werden.
– Als wesentlicher Bestandteil der Nahrungskette sowie mit ihren Bestäubungsleistungen sind Insekten für eine Vielzahl weiterer Arten von großer Bedeutung und eine wichtige Voraussetzung auch des menschlichen Lebens.

Neben diesen indirekten Vorteile für den Menschen bietet die Blühfläche bereits jetzt die Möglichkeiten zum Erkunden heimischer Flora und Fauna, da das Regio-Saatgut im Rahmen des Projekts BlütenMeer 2020 schon 2018 ausgebracht wurde und sich bereits im Jahr darauf einige seltene Arten dort finden lassen wie eine Flächenbegehung seitens der Uni bestätigte.

In den kommenden Tagen werden 80 Obstbäume gepflanzt, die einerseits den Blühsaspekt im Fühjahr steigern sowie andererseits die Bevölkerung vor Ort mit heimischen Früchten versorgen soll. Dafür wurden speziell standortangepasste und alte Obstsorten ausgewählt.
Der Landwirt greift hier die traditionelle Idee der Allmende-Flächen auf, die von der Gemeinschaft zusammen genutzt werden. Auf diese Weise steht das Obst jedem Interessierten zur Selbstversorgung zur Verfügung.

Bei den Obstbäumen wird es sich aus Gründen des Baum- und des Naturschutzes um alte Hochstammsorten handeln, die regional an die herrschenden Standortbedingungen angepasst sind.

Über den aktuellen Stand der Arbeiten, von der Pflanzung bis zum Aufstellen der Infoschilder, informieren wir Sie hier:

Seit Beginn der Woche laufen die Arbeiten zum Pflanzen der Hochstämme. Die Bilder zeigen einige Eindrücke der Pflanzung auf dem ehemaligen Kiesabbaugelände.

Der Boden ist durch schweres Gerät stark verdichtet, sodass vereinzelt Staunässe auftritt. Ebenso muss die Windanfälligkeit der einzelnen Bäume berücksichtigt werden. Durch die Sortenvielfalt und die damit verbundenen unterschiedlichen Eigenschaften hinsichtlich Widerstandskraft gegenüber den Umwelteinflüssen ist es dennoch möglich, jeden Baum an einen geeigneten Standort zu setzen.